Foto: Heinrich Stürzl

Plattform für Austausch von Informationen und Ergebnissen für das Gelingen der Verkehrswende

Foto: Heinrich Stürzl

Wir müssen aufhören, das Rad ständig neu zu erfinden

Die Gründe, warum so viele Menschen auf das Auto als Verkehrsmittel setzen, sind ebenso vielseitig wie die Gründe, die sie davon abhalten alternativen zu nutzen. Auch wenn alle Deutschen auf Elektromobilität umsteigen könnten, wäre das nicht die Lösung. Um den vielseitigen Gründen und Bedürfnissen zu begegnen, bedarf es ebenso vielseitiger Angebote wie Anstrengungen auf ganz unterschiedlichen Fachgebieten. Nur zusammen können Mobilitätsanbieter, Forschung, Umweltschutz, Psychologie, Politik, Städteplanung, Medien Künstler und viele weitere die Verkehrswende anstoßen.

Das Netzwerk teilen

Wer eine gute Idee hat braucht starke Partner für die Umsetzung. Das Netzwerk hierzu aufzubauen kostet enorm viel Zeit und Energie. Da alle Initiativen ein gemeinsames Ziel haben, wäre es wünschenswert, dass alle ihre Netzwerke teilen, indem sie sie öffentlich machen. In einer offenen Netzwerkplattform für Mobilität. Gegliedert nach Themengebieten wären dort alle zu finden, die etwas mit dem Thema zu tun haben. Beispiele sind Menschen aus den Bereichen Verkehrsforschung, Verkehrspolitik, Fotografie, Städteplanung, Verkehrsplanung, Recht, Architektur, Kunst, Medien, Unternehmen aus der Mobilitätsbranche, Initiativen, Verbände. Wenn eine offene Plattform geschaffen wird um diese Informationen zu teilen, wird die Verkehrswende enorm an Fahrt gewinnen.

Ergebnisse teilen

Auch hier wird das Rad immer wieder neu erfunden. Ich wage nicht zu mutmaßen, wie viele Menschen allein in deutschland mit viel Egagement nahezu identische Fahrtkostenrechner programmiert haben. Dasselbe passiert jedoch auf weit höherem Niveau, ähnlich wie jede Bank ihr eigenen Onlinebanking besitzt. Die Verkehswende benötigt diverse Arten von Algorithmen und Lösungen – sei es Routenplanung mit diversen Verkehrsmitteln, Klassifikation von Bewegungsprofilen, Ridepooling, Abrechnungsmodelle und so weiter. Wer Publiziert sucht nach Foto- und Videomaterial, wer Schreibt, sucht Statistiken und Gutachten, wer Argumentiert sucht Publikationen, wer forscht, sucht Messmethoden und Datenbanken. Eine Plattform, auf der all dies OpenSource zur weiternutzung veröffentlicht und Kommerzielles referenziert, durchsuchbar und auffindbar gemacht werden, wäre der nächste Schritt. Alle die an der digitalen Seite der Verkehswende arbeiten, würden damit einen enormen Schub nach vorne verschafft.

Fazit

Wie Katja Diehl sagte: „Wir brauchen die Verkehrswende und wir brauchen sie jetzt.“ Diese Geschwindigkeit können die Treiber der Verkehrswende nur dann erreichen, wenn sie zusammen arbeiten und ihr Netzwerk sowie ihre Ergebnisse teilen oder zumindest einander leicht verfügbar machen.

Warum ist die Verkehrswende für mich ein Thema?
Am im Digtalen News Work Salon der Accererate Academy von Inga Höltmann hat Katja Diehl meinen Blick auf die Mobilitätswende grundlegend verändert. „Elektromobilität ist eine Antriebswende, keine Mobilitätswende„. Ich habe gelernt, dass eine Mobilitätswende weit über die Reduktion von Treibhausgas- und Feinstaubemissionen hinausgreift. Es geht auch darum, wie unser urbaner Raum aussehen soll und darum, welche Stellenwert und Einfluss Mobilität in unserem Leben haben sollte. Ich stehe hinter diesem Wunsch nach einer Verkehrswende und möchte durch mein Input einen Beitrag dazu leisten.

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